Stromverbrauch allgemein

Die Maßeinheit für die Stromabrechnung ist die Kilowattstunde (kWh). Bei der Analyse des Stromverbrauchs ist es also wichtig, welche elektrische Leistung [kW] ein Gerät aufnimmt und wie viele Stunden [h] es in Betrieb ist. Durch mögliche Verhaltensänderungen und verhältnismäßige Investitionen lassen sich die Stromkosten beträchtlich senken.

Gerade bei Elektrogeräten ist es oft so, dass ein vermeintlich günstiges Angebot über einen hohen Stromverbrauch hinwegtäuscht. Daher ist es wirtschaftlicher, beim Kauf auf ein besonders energiesparendes Gerät zu achten und zunächst einen Aufpreis zu akzeptieren, um auf Dauer von einem niedrigeren Stromverbrauch zu profitieren.

Für die meisten Haushaltsgeräte und Lampen gibt es mittlerweile eine Kennzeichnungspflicht über deren Energieeffizienz in den Kategorien A bis G, und viele Geräte erfüllen schon die Bedingungen der Kategorie A.

Laufend werden Haushaltsgeräte von unabhängigen Instituten getestet, so dass es leicht möglich ist, in veröffentlichenden Medien, besonders sparsame Geräte für sich auszuwählen.

36% der Energiekosten gehen auf den Stromverbrauch – also, ein Grund darüber nachzudenken.

KNOW-HOW 

Was bedeutet "Stand-by-Modus"?

Vom "Stand-by-Modus" spricht man, wenn ein Gerät betriebsbereit ist. Beim Fernseher sind dann beispielsweise Ton und Bild ausgeschaltet, das Gerät kann jedoch sofort mit der Fernbedienung eingeschaltet werden. Zu erkennen ist diese Bereitschaftsschaltung oft an einem leuchtendem Lämpchen oder einen digitalen Anzeige (zum Beispiel einer digitalen Uhr bei Mikrowellen).

"Schein-aus"-Betrieb

Im so genannten "Schein-aus"-Betrieb wirkt das Gerät, als wäre es augeschaltet, und kann auch über eine Fernbedienung nicht aktiviert werden. Dennoch verbraucht es Strom. Erkennen lässt sich dies manchmal an einem leisen Brummen oder Piepen. Auch wenn das Netzteil einige Zeit nach dem Ausschalten noch warm ist, fließt Strom. Ob auch nach dem Ausschalten noch Strom verbraucht wird, lässt sich mit einem einfach zu handhabenden Strommessgerät sicher feststellen. Einige örtliche Stromversorger verleihen  solche Messinstrumente. Im Fachhandel sind preiswerte Modelle für 15 bis 30 Euro erhältlich. "Leerlauf" ist der Sammelbegriff für Bereitschaftsbetrieb und "Schein-aus"-Betrieb.

Rechner und Peripherie

Zeitgemäße PC`s verfügen über eine Energiesparfunktion, die dafür sorgt, dass nur die Hardware-Komponenten Strom verbrauchen, die für den jeweiligen Betrieb benötigt werden. Alle anderen Komponenten schaltet der Rechner in diesem Falle automatisch ab. Dieses Power-Managment kann die Leistungsaufnahme eines PCs um bis zu 90 Prozent verringern.

Bei einigen Tintenstrahldruckern kommt es vor, dass nach jedem Einschalten der Druckkopf mit Tinte gespült wird. Dieser Vorgang verursacht mehr Kosten für die Tinte, als beim Stromverbrauch gespart werden kann. Die Technik-Hotline des Druckerherstellers wird Ihnen im Zweifel Auskunft geben, ob auch Ihr Drucker davon betroffen ist. Sollte dies der Fall sein, ist der Einsatz einer schaltbaren Steckdosenleiste nur dann sinnvoll, wenn der Drucker extrem selten benutzt wird.

Bei Monitoren ist zu beachten, dass Flachbildschirme weniger Strom verbrauchen als Röhrenmonitore, sowohl im Normal- als auch im „Stand-by-Betrieb“. Der Verbrauch im „Stand-by-Modus“ liegt bei effizienten Flachbildschirmen unter 1 Watt Leistungsaufnahme und bei optimierte Röhrenmonitoren unter 2 Watt. Wenn Sie einen alten Röhrenmonitor durch einen Flachbildschirm gleicher Größe ersetzen, rentiert sich die Investition aufgrund der eingesparten Stromkosten schon nach wenigen Jahren, und zwar umso schneller, je länger der Computer am Tag in Gebrauch ist.

Am Rande sei erwähnt, dass Bildschirmschoner den Stromverbrauch nicht senken. Daher lohnt es sich, wenn Sie die Bildschirmschoner-Funktion deaktivieren, und die Funktion „Monitor ausschalten“ aktivieren, mit einem Zeitrahmen von 5-10 Minuten.

Kommunikationsgeräte

Gerade bei den Unterhaltungsgeräten ist der „Stand-by-Verbrauch“, wie auch der Verbrauch im Normalbetrieb, der so genannten „On-Mode“ oder Betriebsmodus, sehr unterschiedlich. Es lohnt sich, vor dem Kauf ein Gerät auszuwählen, das sowohl im Leerlauf- als auch im Normalbetrieb effizient arbeitet.

Stand-By-Betrieb

HiFi-Anlagen, Video- und DVD-Recorder, Computer, Anrufbeantworter, u. ä. sind oft den ganzen Tag in Betrieb und lassen sich zum Teil nicht mehr komplett ausschalten, beispielsweise wegen des Komforts oder Datenverlust (Bei Video- und DVD-Recordern ist allerdings zu beachten, dass gespeicherte Daten wie Uhrzeit und Datum oder allgemein Programmierungen durch das vollständige Ausschalten verloren gehen können). Die Bereitschaftszeiten im „Stand-By-Betrieb“ sind für ca. 5% des deutschen Stromverbrauchs verantwortlich.
Wenn Sie die „d-box II“ nutzen, verbrauchen Sie deutlich weniger Strom und können Ihr Gerät über die Fernbedienung jederzeit neu starten.
Bei Geräten, wo ein „Stand-By-Betrieb“ zur Datensicherung oder steten Erreichbarkeit nicht zu vermeiden ist, sollten die „Stand-By-Verluste“ bei Neuerwerb ein wichtiges Entscheidungskriterium sein. Eine wichtige Orientierungshilfe für den Kauf energiesparender Kommunikationsgeräte bietet die „Gemeinschaft Energielabel Deutschland“, die eine aktuelle Liste der 25 % sparsamsten Geräte herausgibt.

Schein-aus-Betrieb
Erscheint ein Gerät ausgeschaltet, verbraucht jedoch noch weiterhin Strom, spricht man von "Schein-Aus", denn selbst mit einer Fernbedienung kann es nicht mehr eingeschaltet werden. Diesen Betriebszustand erkennt man durch ein leises Brummen, ein warmes Netzteil oder durch eine einfache Verbrauchsmessung. Diese Geräte sollten durch schaltbare Mehrfachstecker vom Netz getrennt werden.

 

Spartipps zu Kommunikationsgeräten

  • Schalten Sie Fernseher, Videogerät, Radio und Anrufbeantworter ab, wenn sie nicht genutzt werden.
  • Schalten Sie den Monitor des Computers ab, wenn Sie länger als 15 Minuten nicht daran arbeiten.
  • HiFi-Anlagen, Fernseher, aber auch Küchen- und Akkugeräte bleiben häufig in Warteposition (Stand-by-Modus). Dieser Leerlauf verschlingt pro Jahr ca. 70 Euro. Deshalb ist es ratsam, den Stecker zu ziehen oder eine abschaltbare Steckdosenleiste zu benutzen, sofern dadurch keine wichtigen Programmierungen verloren gehen.
  • Kommen Sie mit Strommessgeräten den versteckten Stromfressern auf die Spur.

Fernseher

Große Fernseher haben, egal ob Röhren-, Flach-, oder Plasmabildschirme, eine höhere elektrische Leistungsaufnahme (um 500 Watt) und verbrauchen deshalb bei gleicher Betriebsdauer mehr Strom als kleine Fernseher (ab etwa 50 Watt). Ein Blick in die technischen Unterlagen kann Ihnen schnell Auskunft darüber geben, ob das Gerät sparsam ist oder eher nicht. Außerdem ist beim Kauf darauf zu achten, dass das Gerät beim Ausschalten vollständig vom Stromnetz getrennt werden kann. Bei Fernsehern liegt die Bandbreite der „Stand-by-Verbrauchs-Werte“ zwischen 0,1 und 20 Watt. Manche Fernseher besitzen auch eine „Auto-Off“ Funktion, die dafür sorgt, dass sich das Gerät nach einer vorgegebenen Zeit von selbst abschaltet.

Faxgeräte

Faxgeräte lassen sich nicht vollständig vom Netz trennen, denn sie sollen ja die eingehenden Meldungen jederzeit erkennen. Um den Energieverbrauch in diesem Betriebszustand zu senken werden mittlerweile Faxgeräten mit „Sleep-Modus“ hergestellt. Die Komponenten, die die Empfangsbereitschaft sicherstellen, verbrauchen sehr viel weniger Strom. Darüber hinaus gibt es entsprechende Vorschaltgeräte, mit denen sich der Stromverbrauch bei Faxgeräten auch im „Stand-by-Betrieb“ reduzieren lässt, ohne die Funktion zu beeinträchtigen.