Sparen durch richtiges Lüften

Vermeiden Sie Fenster dauerhaft in Kippstellung zu halten. Dabei kühlen besonders die Fensternischen merklich ab, ohne dass ein nennenswerter Luftaustausch stattfindet. In ungedämmten Gebäuden verursacht eine unsachgemäße Lüftung ca. 20% der Wärmeverluste, bei Niedrigenergiehäusern sind es wegen des besseren Wärmedämmstandards etwa 50%.

Lüften Sie deshalb alle ein bis zwei Stunden bei abgestellten Heizkörpern quer. Öffnen Sie die Fenster für 5 — 20 Minuten je nach Windverhältnissen und Außentemperatur, damit Ausdünstungen, Schadstoffe, abgestandene Luft und Feuchtigkeit auf Dauer nicht Ihre vier Wände schädigen und gesundheitliche Beschwerden hervorrufen. Sorgen Sie stets für ein angenehmes und angemessenes Raumklima, auch während der kalten Jahreszeit.

Folgende Tipps sind hilfreich:

  • Sorgen Sie für frischen Sauerstoff: Mit der Atmung wandeln Lebewesen Sauerstoff in Kohlendioxid um. Wenn die Luft in einem Raum vom Gefühl her abgestanden ist, so liegt vermutlich eine erhöhte Kohlendioxid-Konzentration vor. Sie ist nicht giftig, doch ein akuter Sauerstoffmangel trägt zu Konzentrationsmängeln und Ermüdungserscheinungen bei. Durch regelmäßiges, kurzes Stoßlüften sorgen Sie für die nötige Frischluftzufuhr, ohne dass die Wände und Möbel auskühlen.
  • Vertreiben Sie die Feuchtigkeit: In einem Drei-Personen-Haushalt werden pro Tag zwischen sechs und 14 Liter Wasser in Form von Wasserdampf produziert. Diese Feuchtigkeit ist ein idealer Nährboden für Schimmelpilze, wenn sie sich an den kühlen Flächen der Wohnung niederschlägt, wie etwa an Außenwandecken und Fensternischen. Um dies zu verhindern, sollten mehrmals täglich die Fenster weit geöffnet werden, damit die Luft schnell ausgetauscht wird. Weil beim Duschen, Baden, Kochen, Trocknen oder durch Raumluftbefeuchter, Aquarium etc. größere Dampfmengen entstehen, sind diese möglichst sofort per Luftzug zu beseitigen. Auch Schlafräume sollten stets gut durchgelüftet werden.
  • Lüften Sie im Winter weniger: Während des Lüftens wird die warme feuchte Innenraumluft gegen die kühlere Außenluft ausgetauscht. Im Winter jedoch sollte die Wohnung alle zwei Stunden nur kurz quer gelüftet werden. Je wärmer es draußen wird, umso länger braucht es den gewünschten Luftaustausch herbeizuleiten.
  • Maschinelle Lüftung: Wer es bequemer haben möchte, sollte die Investition in eine Lüftungsanlage überlegen. Sie übernimmt nach bestimmten Vorgaben die Kontrolle über die Lufthygiene. Durch den gleichmäßigen und kontrollierten Luftaustausch reduziert die Anlage die Konzentration von Kohlendioxid und Feuchtigkeit in der Raumluft. Sie schützt die Räume vor Schäden und Schimmel und hilft zudem beim Energiesparen. Je nach Bedarf können beim Umstieg auf eine maschinelle Lösung unterschiedliche technische Systeme in Frage kommen, mit und ohne Wärmerückgewinnung, in zentraler oder dezentraler Funktion.